Gedanken über Gnade

Wenn ihr euch über den momentanen Output auf diesem Blog wundert: Das liegt daran, dass ich seit 9 Tagen mein Dasein mit einer Kindergarten-Seuche zuhause friste – und ehrlich gesagt die Ruhe ziemlich genieße.

Ich sitze gerade am Fenster, im Sonnenschein glitzern die ersten Knospen des majestätischen Ahorn-Baumes in unserem Innenhof. Das ist Gnade!

Wirklich, wenn ich mir meinen ökologischen Fußabdruck so anschaue (der größer ist als der der durchschnittlichen Weltbevölkerung, obwohl ich mir echt schon Mühe gebe: Test zum ökologischen Fußabdruck), wenn ich mir ansehe, was wir so mit der Umwelt und unseren Mitlebewesen veranstalten (Ausbeutung von Sklaven und Billiglohn-Arbeitern, Bedingungen in Tierzucht, Milchparks, etc.), dann haben wir das eigentlich nicht verdient. Wenn ich Gott wäre und mir das mit ansehen müsste, würde ich sagen: „Wisst ihr was, Leute: Ihr habt es nicht verdient, dass jeden Morgen die Sonne wieder aufgeht und jeden Frühling von Neuem das Grün aus der Erde und den Bäumen schießt. Wenn ihr euch so benehmt, dann müsst ihr eben mit kahlen Bäumen im Dunkeln klarkommen. Das soll euch eine Lehre sein.“ Ja, so ähnlich würde ich denken und fänd es nur gerecht!

Doch Gott sei Dank ist Gott nicht gerecht nach unseren Maßstäben, sondern unendlich GNÄDIG!!!

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Gedanken über Gnade

Worte der Liebe zum Sonntag

Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete, und hätte der Liebe nicht, so wäre ich ein tönend Erz oder eine klingende Schelle.Und wenn ich weissagen könnte und wüßte alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hätte allen Glauben, also daß ich Berge versetzte, und hätte der Liebe nicht, so wäre ich nichts. Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe und ließe meinen Leib brennen, und hätte der Liebe nicht, so wäre mir’s nichts nütze.
Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie blähet sich nicht, sie stellet sich nicht ungebärdig, sie suchet nicht das Ihre, sie läßt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu, sie freut sich nicht der Ungerechtigkeit, sie freut sich aber der Wahrheit;sie verträgt alles, sie glaubet alles, sie hoffet alles, sie duldet alles.
Die Liebe höret nimmer auf, so doch die Weissagungen aufhören werden und die Sprachen aufhören werden und die Erkenntnis aufhören wird. Denn unser Wissen ist Stückwerk, und unser Weissagen ist Stückwerk. 10 Wenn aber kommen wird das Vollkommene, so wird das Stückwerk aufhören.
11 Da ich ein Kind war, da redete ich wie ein Kind und war klug wie ein Kind und hatte kindische Anschläge; da ich aber ein Mann ward, tat ich ab, was kindisch war. 12 Wir sehen jetzt durch einen Spiegel in einem dunkeln Wort; dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich’s stückweise; dann aber werde ich erkennen, gleichwie ich erkannt bin.
13 Nun aber bleibt Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.

  1. Korintherbrief 13

Hammer, oder?

Worte der Liebe zum Sonntag

Eins der „Bücher meines Lebens“

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Früher oder später musste es kommen. Ich werde mich bemühen, dass das hier kein reiner Bücher-Empfehlungs-Blog wird, trotzdem kann ich der Tatsache nunmal nicht wehren, dass ich auf Bücher stehe! Nicht auf Bücher im allgemeinen, sondern auf GUTE BÜCHER! Und daran möchte ich meiner Mitwelt Anteil geben.

Dieses Buch ist auf jeden Fall in meiner Top-5-Liste! Ich habe es gerade zum zweiten Mal gelesen und bin mir sicher, dass das nicht das letzte Mal gewesen sein wird. Es gibt Bücher, die man einfach besitzen MUSS, weil sie einen durchs Leben begleiten…wie Freunde, ihr wisst schon – Blabla… Ich muss lernen, dass das nicht für jeden Menschen dieselben Bücher sind (wäre ja schlimm) und mich nicht persönlich angegriffen zu fühlen, wenn jemand nicht genau so auf ein Buch steht, wie ich.

Trotzdem, lasst es euch gesagt sein: DIESES EXEMPLAR IST DER KNALLER! 😉

Ihr merkt schon, ich rede drum herum. Vielleicht weil ich keine Worte finde, um auszudrücken wie gut dieses Buch ist.

Ok, jetzt. Ich werde es versuchen, ohne zu viel Inhaltliches vorwegzunehmen: Die junge Autorin (wieder nur 1 Jahr älter als ich ;-)) schreibt darüber, zutiefst von Gott enttäuscht zu sein und wie sie dieses „Zutiefst-Enttäuscht-Sein“ in eine Tiefe führt und wie diese Tiefe sie nach Jahren mit Ehrfurcht zurückbleiben lässt. Esther Maria Magnis erzählt unglaublich gut und ist gnadenlos ehrlich. Sie klagt Gott an, schmeißt ihm ihre ganze Zerbrochenheit vor die Füße und wendet sich einskalt von ihm ab. Eigentlich ist die Geschichte (eine wahrer Lebensbericht) eine moderne Hiobs-Geschichte. Wir wissen hinterher immer noch nicht, weshalb Gott Leid zulässt, aber wir haben eine Ahnung davon, dass Gott größer und besser ist, als wir es uns in unserem menschlichen Gehirnchen je ausmalen könnten. Dass er es nicht nötig hat, dass wir uns Ausreden für sein unerklärbares Verhalten überlegen … und dass es einen heiligen Raum gibt, den wir schon auf Erden betreten können, in dem NUR EINS wichtig ist!

Ich finde es wahnsinnig mutig von ihr, dieses Buch geschrieben zu haben, denn sie unternimmt den Versuch Worte für ein inneres Erleben zu finden, die es in der menschlichen Sprache wahrscheinlich nicht gibt – und das auf wahnsinnig poetische Weise! Damit nimmt sie das Risiko auf sich, belächelt oder missverstanden zu werden. Sie lässt uns so nah an sich und ihre Gefühlswelt heran, dass wir gar nicht anderes können, als das gemeinsam mit ihr durchzustehen. Und nicht zuletzt: Diese Frau hat eine unglaubliche Liebe für ihre Familie!

Ich sage nur: Chapo!!! und DANKE!

Buch: Gott braucht dich nicht

P.S. Übrigens muss ich hier nicht nur meinen Senf zum besten geben, sondern freue mich auch über Kommentare. Z.B. könntet ihr von einem „Buch eures Lebens“ erzählen!

 

Eins der „Bücher meines Lebens“

Freude

Zu Silvester saß ich mit meinem Bruder und meinem Mann in einer Hütte am Kamin und wir haben überlegt, was wir uns für 2016 wünschen. Ich hatte viele Wünsche, einer davon war Freude – wirkliche innere Freude zu empfinden. Das ist nämlich kein Kinderspiel, wenn man so ein verkopfter, getriebener, ständig produktiv-sein-wollender Mensch ist.

Ich muss gerade lächeln, weil ich Kinderspiel geschrieben habe und mir bewusst wird, dass es sicher auch das Kinderspiel ist, das mich die wirkliche Freude lehrt. Seit ein paar Wochen arbeite ich in einem Kindergarten und ich sage euch – das ist wie Urlaub für die Seele! Es gibt diese kostbaren Momente, in denen ich mit den Kindern ganz in einer Geschichte versinke…(manchmal scheine ich die Vorlesestunden mehr zu genießen als die Kinder.) Oder Momente, in denen ein kleines Mädchen, das eben noch den Kopf hängen lies und sich einsam fühlte, weil ihre einzige, allerbeste, liebste Freundin heute nicht da ist, mir mit strahlenden Augen vom Wochenende bei ihren Großeltern erzählt … und fünf Minuten später noch mal zu mir kommt und fragt, ob wir noch ein bisschen „quatschen“ könnten. Diese tiefe Verbundenheit mit einer anderen „kleinen“ Menschenseele zu spüren, macht mich froh! Ich glaube das geht nur, wenn ich der Angst keinen Raum gebe. Und diese Angst drängelt sich leider viel zu oft zwischen mich und mein Gegenüber! Angst, wie der andere etwas auffasst, etwas bewertet, wie er reagiert, die Oberhand zu behalten … „Da ist keine Angst in der Liebe!“

Worüber ich eigentlich schreiben wollte, ist das zur Ruhe kommen in mir und in Gott. Mit Hilfe meines neuen „besten Freundes und Wegbegleiters“ Richard Rohr (von dem ich sicher noch das ein- oder andere Mal erzählen werde), habe ich begonnen ab und zu still zu werden…für ein paar Minuten meine Gedanken unbewertet vorbeiziehen zu lassen und den Raum in meinem Inneren zu betreten, in dem nur Gott ist. Das ist herrlich! Und in demselben Raum muss es eine Quelle geben – das kann ich mir nicht anders erklären – aus der unermüdlich pure Freude sprudelt. Ohne Witz, in diesen Tagen hat Fabian (mein Mann) mich schon mehrfach unvermittelt gefragt: „was freust du dich denn so?“, ohne dass ich ihm darauf eine konkrete Antwort geben konnte. Die Freude ist einfach da!

 

Freude

Vorsichtige Annäherung

Ich möchte rennen, möchte rufen, unaufhörlich nach dir suchen, dich begreifen – kann ich nicht!
In dir ist Halt in dir ist Frieden, in dir finde ich mich – geborgen.
Und in dem Land zwischen Wachsein und Schlaf flüsterst du mir zu:
„Da ist keine Angst in der Liebe!“

 

Den Schatz in mir tragen und niemals aufhören zu suchen

Ich habe sie nicht ergriffen, sie hat mich ergriffen
Ich habe dich nicht erwählt, du hast mich erwählt
Ich bin nicht fähig zu lieben, denn durch dich
Du hast mich zuerst geliebt!
Vorsichtige Annäherung

Nach Liebe tauchen

Ich glaube ich brauche noch eine ganze Weile um Worte zu finden, für das was ich meine, mit „lieben lernen“, will nicht voreilig in Stein meißeln, was mit menschlichen Vorstellungen kaum beschreibbar ist.

Gerade habe ich jemanden entdeckt, der das wirklich gut macht, mir aus der Seele spricht. Deshalb leih ich mir erst einmal seine Worte:

Jens Böttcher hat übrigens noch mehr Tiefsehtauchen-Folgen gemacht, in denen er mit Gäste über Themen wie: Liebe, Gnade, Freiheit … spricht. Sehr sehenswert! (siehe Youtube)

 

Nach Liebe tauchen