Lieben, was das Zeug hält

Ich lese gerade „Lieben, was das Zeug hält“ von unserem geschätzten Bundestagsabgeordneten und ehem. Heilsarmee-Offizier, Frank Heinrich. Er macht sich gute Gedanken über das Christsein und die Liebe – mehr dazu, wenn ich urteilsfähig bin.

Jedoch hatte ich kürzlich das Vergnügen, diesen freundlichen Menschen persönlich kennenzulernen und möchte euch dies nicht vorenthalten. Während unseres angeregten Gespräches über Richard Rohr und Menschenrechte betrat eine seiner Assistentinnen den Raum und überbrachte folgende freudige Mitteilung: Die zu unrecht Gefangene, die Herr Heinrich kürzlich in Mexiko im Gefängnis besucht hatte, sei auf freiem Fuß. Daraufhin bekam ich die ganze Geschichte mit lebhaften Gesten erzählt und konnte nur staunen, was so ein Bundestagsabgeordneter so alles tun (kann). Wirklich positiv überrascht, auch über den kameradschaftlichen Umgang mit seinen Assistenten, verließ ich den nicht unbeeindruckenden Bau des Paul-Löbe Hauses, nach zwei illustren Stunden. Schön, dass es solche Menschen in der Politik gibt!

Advertisements
Lieben, was das Zeug hält

Unterleuten

042_87487_164196_xxl

 

Habe soeben den 600 Seiten-Wälzer Unterleuten, das neuste Werk von Juli Zeh, ausgelesen und keine Seite bereut. Die Frau ist einfach brillant – auch wenn ich über keines ihrer Bücher sagen kann, dass es „Wohlfühlliteratur“ ist. Mit einem scharfen Blick beschreibt sie unsere Gesellschaft, am Beispiel eines kleinen Brandenburger Dorfes: detailreich und sachlich, liebevoll und authentisch, ohne dabei jemals schwülztig zu wirken.

Sie verabschiedet sich von den klassischen Helden und Antihelden-Figuren und lässt ihre Personen, wie im echten Leben, graustufig-facettenreich sein. Auf der einen Seite verabscheuungswürdig und auf der anderen liebenswert und sympathisch. Auch ihre Sicht auf die Ereignisse ist niemals einseitig, sondern wird im Buch immer aus verschiedensten Perspektiven beleuchtet.

Irgendwann fühlt man sich beim Lesen wie ein Teil dieses „idyllischen“ Dorfes, mit all seinen schrulligen Bewohnern. Ganz nebenbei versteht die Autorin es, Gesellschafts- und Konsumkritik zu üben. Ihre fiktiven Orte und Personen haben sich mittlerweile selbstständig gemacht und geistern im Netz herum…

Lesenswert!

Unterleuten

Leihbibliothek Koppri

Von Björn Kern, dem mit dem Nichts-Tun-Buch, habe ich gelernt: leihen und verleihen ist besser als kaufen und verkaufen.

Deshalb hab ich mir überlegt: Ich kaufe ganz schön oft Bücher, weil ich die zum leben brauche. Meistens gebraucht auf Booklooker. Trotzdem find ich es cooler, nur die Bücher, die ich wirklich mehrfach lese zu besitzen, um nicht so viel anzusammeln.

Hier meine derzeitigen Top-10, die ich gern verleihe:

  1. Ins Herz geschrieben – Die Weisheit der Bibel als spiritueller Weg, von Richard Rohr
    1. Lebenswerk eines Franziskaners, der sein Leben in Verbindung mit Gott verbringt. Er hat uns wahnsinnig viel zu sagen/geben.
  2. Gott braucht dich nicht – Eine Bekehrung, von Esther Maria Magnis
    1. Biografisches Buch, von einer jungen Katholikin, die durch Schicksalsschläge den heiligen Raum Gottes betritt.
  3. Leben ist das neue Sterben – Der Tod, der Herr Jesus, die Liebe und ich, von Johanna Klöpper
    1. Heiteres Buch über den Tod und das Sterben. Sehr empfehlenswert für jeden.
  4. Die Stille ist ein Geräusch, von Juli Zeh
    1. Poetischer Reisebericht von Juli Zeh, die mit ihrem Hund wenige Jahre nach dem Krieg Ex-Jugoslavien bereist.
  5. Spieltrieb, von Juli Zeh
    1. Sehr spannender und intelligenter Krimi über hochintelligente Schüler, die mit ihren Lehren spielen.
  6. Die Reise in den Sternenhimmel, von Petr Chudozilov
    1. Für mich in der Kategorie von „Der kleine Prinz“: märchenhaft und lehrreich.
  7. Extrem laut und unglaublich nah, von Jonathan Safran Foer 
    1. Super geschriebener Roman über einen besonderen Jungen und sein Erleben sowie die Folgen des 11.09.2001
  8. Drei Minuten mit der Wirklichkeit, von Wolfram Fleischhauer 
    1. Spannender Roman über Tango und die argentinische Militärdiktatur.
  9. Velvet Elvis – Ein neues Bild des Glaubens malen, von Rob Bell
    1. Rob Bell vermag es, begrenzte Horizonte zu erweitern. Weil der Glaube an Jesus Christus wirklich durch nichts zu übertreffen ist und oft viel zu klein gedacht wird.
  10. Herr Sturm und die Farbe des Windes – Eine fabelhafte Reise durch die Welt des Glaubens, von Jens Böttcher
    1. Roman über den Glauben der Menschen. Sehr poetisch, respektvoll und informativ.

 

 

 

Leihbibliothek Koppri