Von Marsmännlein und Superkräften

Vor nun fast schon zwei Jahren kam ein kleiner Junge von einem fremden Planeten zu uns und blieb. Diesen Planeten würde ich gern einmal bereisen, denn der kleine Mann hat von früh bis spät gute Laune (auch mit 39,7 Fieber), ist gesellig, extrovertiert, liebevoll und sozial. Ich weiß nicht womit wir diesen Zauberjungen verdient haben, wo wir doch selbst eher melancholische, sozialscheue und introvertierte Wesen sind. Spätestens seit seiner Ankunft weiß ich, dass jeder von uns sein ganz individuelles Persönlichkeitspäckchen schon auf die Welt mitbringt. Wer entscheidet was in das Päckchen genau reinkommt, weiß nur der Himmel und ich hoffe der kümmert sich eines Tages auch um den Ausgleich der ungerechten Verteilung von Widerstandskräften, Lebensfreude, Charme, Witz, Begabung, usw.
Das mit dem Päckchen hilft mir ein wenig, mich mit meinem eigenen zu versöhnen. Ich dachte immer, ich sei nicht anfällig dafür, mich mit anderen zu vergleichen und tue es doch ständig: Wieso kriege ich es einfach nicht hin, in der Wohnung eine Grundordnung herzustellen und jedem Teil einen Platz zuzuweisen? Wieso setze ich mich so unter Druck wenn ich den Eindruck habe, jemand stellt eine Anforderung an mich? Wieso kann ich keine Kindergruppe bändigen oder einen Haufen eigener Kinder großziehen? Wieso mache ich mir wegen jedem Mist so viele Gedankten? Wieso kann ich mich auch nach jahrelangem Training so schlecht von den Problemen anderer abgrenzen? …
Ich möchte versuchen, nicht mehr dauernd gegen das mir zugedachte Päckchen anzukämpfen, sondern es mit Würde tragen und meine Aufmerksamkeit auf die Glitzer-Dinge und Superkräfte richten, die ich abbekommen habe, oder die ich noch anstrebe dazu zugewinnen.
Ich möchte lernen, meinen Mitmenschen ihre tollen Eigenschaften nicht zu neiden, sondern sie zu feiern und von ihnen zu lernen.
Ich habe da z. B. eine Frau kennengelernt, die die Superkraft besitzt, eine solche Liebe und Wärme auszustrahlen, dass man gar nicht anders kann, als sich in ihrer Gegenwart geborgen und geliebt zu fühlen. Ich werde trainieren so lange stillzuhalten, bis ich es auch fertigbringe, das Licht und die Liebe in mich reinzulassen bis sie mir aus jedem Knopfloch quillen! IMG_0060

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2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Sandra Klimm sagt:

    Ich finde du bei dir quillt die Liebe schon durch jedes Knopfloch. Ich fand die Begegnung wunderschön mit dir. Lieben Gruß, Sandra aus dem Sommerzimmer

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    1. Danke Sandra…dann muss ich ja nur noch darauf achten, öfters mal Jacken mit Knöpfen zu tragen 😉 Schön, dass du das so wahrgenommen hast, ich sehe da bei mir selbst noch viel Luft nach oben. Es war schön, dich kennenzulernen. Ganz liebe Grüße ins Sommerzimmer!

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