TimTom Guerilla

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Mal wieder  eine Buchrezi. Und zwar vom Roman vom Hossa-Talk-Gofi:

„Hm, Punkrock, Roadtrip…und das über fast 700 Seiten?“ Zuerst war ich skeptisch, doch TimTom Guerilla hat mich nach kürzester Zeit in seinen Bann gezogen und mir seine Protagonisten ans Herz wachsen lassen. Das sind vier ganz normale, vom Leben gezeichnete und auf den ersten Blick etwas ungehobelte junge Männer, die der Traum verbindet, von ihrer Musik zu leben. Der Autor beschreibt sie mit einer feinfühligen Beobachtungsgabe, sodass man gar nicht umhin kann, mit ihnen um ihren Ruhm, ihre Liebsten und ihre Freundschaft zu bangen. In rasantem Tempo, mit viel Witz und Selbstironie zeichnet Müller die Szenerie aus Sicht des Bandleaders TimTom. Als Leser begibt man sich mit auf Tour, ins Aufnahmestudio und an all die kleinen und großen Nebenschauplätze des Lebens. Dabei wird ganz nebenbei mit einigen Klischees des Musikerdaseins und Tour-Lebens aufgeräumt. Aus der Sicht von anderes Denkenden wird auch so manch schrullige Christen-Allüre beleuchtet, die vielen sich so Bezeichnenden nicht unbekannt sein sollte. Müller gelingt es, den Leser auf jeder einzelnen Seite bei Laune zu halten, sodass man am Ende gern Band 2 kaufen würde…

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TimTom Guerilla

Die Würde des Menschen ist unantastbar

Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlicher Gewalt…waren die letzen Worte auf der Fachtagung gegen Menschenhandel, von der ich gerade komme. Welch kraftvolle Aussage, mit der das Grundgesetz eingeleitet wird…wie wunderbar wäre es, wenn sie auch umgesetzt würde, in unserem schönen Deutschland!

Dass weltweit laut Global Slavery Index ca.45,8 Millionen Menschen in Sklaverei leben müssen, wusste ich ja. Doch wie groß das Ausmaß von sexueller Ausbeutung und Gewalt in Deutschland ist, war mir nicht klar. Wusstet ihr z. B., dass viele Familien, die bei uns angekommen sind, ihre Flucht mit dem Körper einer ihrer minderjährigen Töchter bezahlt haben? Da diese Mädchen danach als wertlos gelten, werden sie häufig von ihnen herabgewürdigt. Auch in den Flüchtlingsunterkünften werden viele Frauen gezwungen, sich zu prostituieren.

Wusstet ihr, dass mittlerweile ca. 80% „unserer Prostituierten“ keine Deutschen sind? Sie werden mit falschen Versprechungen hier her gelockt, von ihren Familien in Osteuropa gezwungen oder kommen freiwillig, um ihren Kindern in der Heimat ein besseres Leben zu ermöglichen. Für häufig nicht mehr als 20-30€ lassen sie von einem „Kunden“ alles mit sich machen, während sie mental ihren Körper verlassen. Sie können kein Deutsch, sind abhängig von ihren Zuhältern/Loverboys und einem unglaublichen Druck ihrer Herkunftsfamilien ausgesetzt, die auf das Geld angewiesen sind, das sie schicken. „Um ein halbes Jahr Prostitution unter diesen Umständen aufzuarbeiten, bräuchten sie fünf Jahre Therapie.“- So die Aussage einer der Sprecherinnen. Ein ganz normaler Beruf? Selbstbestimmung der Frau?

Kriminalbeamter Manfred Paulus erläutert: Unsere Polizei fühlt sich hilflos, ist starkem Erfolgsdruck ausgesetzt und hat keine Zeit, die undurchschaubaren Machtstrukturen hinter dem Milliardengeschäft aufzudecken. Da die Frauen aus ihrer Herkunft gewohnt sind, dass die Polizei ihnen nicht hilft, oder aus Angst, kommen sie gar nicht auf die Idee, sich an sie zu wenden. Doch ohne klare Aussagen der Frauen, können keine Gerichtsprozesse geführt werden.

Was können wir tun? Jungen und Männer aufklären, Mädchen über die Loverboy-Methode aufklären, in Osteuropa Präventionsarbeit leisten, uns an die Seite der Frauen stellen die keine Stimme haben, ihnen Mut machen, sie stärken und wertschätzen. Ihnen zu Jobs verhelfen, die sie lieber machen würden oder Organisationen unterstützen, die sich gegen Menschenhandel in Deutschland einsetzen: Gemeinsam gegen Menschenhandel 

Die Würde des Menschen ist unantastbar

Buchmesse 2016

Ich war am WE tatsächlich auf meiner allerersten Buchmesse: Huiuiui, freiwillig wäre ich da nicht hingegangen. Tausende von Ständen und Abertausende von Menschen…

Doch ich hatte eine Mission und deshalb machte ich mich am Freitag auf die Reise nach Frankfurt, bzw. nach Weiterdorf…äh -Stadt, zum Hotel. Spät am Abend dort angekommen war es mir ein wenig peinlich mit dem ohrenbetäubenden Lärm, den mein Rollkoffer auf dem Beton hinlegte, das bereits schlafende „Nest“ wachzurütteln. Müde von der Reise endlich im Hotel angekommen musste ich feststellen, dass auf meinen Namen kein Zimmerschlüssel hinterlegt war…und weit und breit kein Mensch! Zum Glück traf ich irgendwann doch noch zwei nette junge Männer aus dem Verlag, die mir versicherten, dass ich heute getrost mein Haupt auf den Namen Christian Rammler niederlegen könne, da mit dieser nicht zu rechnen sei. Puh, noch einmal gut gegangen.

Als ich nach einer unruhigen Nacht schließlich die „Heiligen Messehallen“ betrat, meinte ich zuerst auf einem Kostümfest gelandet zu sein: überall sprangen Feen, Elfen, Einsprinzessinnen und andere Fabelwesen herum, mit denen ich beim Schieben durch die Gänge unfreiwilligen Körperkontakt hatte. Doch auch das überstand ich unbeschadet und wurde schließlich von sehr herzlichen Menschen am Stand von SCM Hänssler in Empfang genommen. Falls noch eine Restnervosität vorhanden war, schwand diese spätestens beim „Ausnahme-Espresso“ (Eigentlich faste ich Koffein für den besseren Schlaf. Doch auf der Bühne wollte ich dann doch nicht einschlafen), den mir die freundliche Azubine reichte. Als sich dann auch noch mein tapferer Ehemann bis zu mir durchgekämpft hatte, der sich für mich extra die halbe Nacht um die Ohren gehauen und in den Zug gesetzt hatte, war mein Glück vollkommen. Nun konnte nichts mehr schiefgehen.
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Um 13 Uhr dann mein erster „Auftritt“ auf dem Roten Sofa, das in Wirklichkeit schwarz ist. Erstmals bekam ich ein Funkmikro angeschnallt und fühlte mich damit sogleich viel wichtiger. Doch das eigentlich wichtige war nicht ich, sondern meine Botschaft, die ich in die Welt (bzw. den paar Zuschauern, die geduldig ausharrten) posaunte: „Es gibt noch immer mehr als 45 Millionen Sklaven auf der Welt und das können wir nicht dulden!“ oder so ähnlich. Ausserdem erzählte ich von meinem Buch „Liebe ohne Grenzen“, aus dem Leben der unglaublichen Pranitha Timothy und schwupp, war die halbe Stunde schon um. Nun folgte die nächste wichtige Aufgabe, die ein „Prommi“ auf einer Buchmesse zu absolvieren hat: Signierstunde! Zum Glück gab es tatsächlich eine einzige dankbare Buchkäuferin, die auf ein Autogramm bestand, sodass medienwirksame Fotos geschossen werden konnten 🙂

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Um 16 Uhr dann der nächste Streich auf der „International Bühne“ mit der bezaubernden Annette Friese. Eine dieser wunderbaren Menschen, die ich von der ersten Minute an in mein Herz geschlossen habe. (Wie macht man ein Herz? <3) Dort waren sogar ein paar mehr geduldige Zuhörer, die sich fleißig mit Armbändern unserer IJM #frei #unfrei– Kampagne schmückten: „Denn wir sind frei, doch Millionen von Menschen da draußen leben immer noch in Sklaverei!“

 

 

 

 

Buchmesse 2016

Dankbar

Ok, auch wenn mir das Internet für eine solch kostbare und sensible Information zu rau und unberechenbar erscheint, möchte ich es gern mit euch teilen: Mein Wunder!

Langsam wird es immer schwerer es zu verbergen…auch wenn ich mir instinktiv die Einkaufstüten vor den Bauch halte, wenn ich jemandem im Treppenhaus begegne…nur um es noch ein klein wenig länger vor den neugierigen Blicken und Getratsche der Nachbarn zu schützen…mein Kind!

Für mich ist es immer noch kaum fassbar und überwältigend, das schreiben zu können: Ich bin im 6. Monat schwanger! Da wächst ein kleiner Mensch in meinem Bauch heran! Für manchen mag das komisch klingen: „Na und, schwanger werden doch die meisten Frauen irgendwann…was ist schon so Besonders daran…?“

Früher hätte ich so ähnlich gedacht, doch vielleicht hast du auch schon mal sehr lange auf etwas gewartet, nach dem sich dein Herz über alle Maßen gesehnt hat… Dann verstehst du mich etwas besser. Jetzt würde ich sagen: alles! Alles ist besonders daran! Nicht nur in den letzten knapp 3 Jahren aktiven Kinderwunsches, schon seit ich denken kann, möchte ich Mutter sein. Dann musste ich erleben, dass es gar nicht so einfach ist, schwanger zu werden und reine Gnade, wenn man es bleibt… Es liegt nicht in unserer Hand, neues Leben zu schaffen und zu erhalten.

Es hat mich fast verrückt gemacht mit der Ungewissheit zu leben, ob ich jemals ein Kind werde haben können und ich finde es unbegreiflich, weshalb manchen dieser Wunsch verwehrt bleibt und andere ohne Wunsch und ohne Wertschätzung Kinder haben. Warum?

Jetzt bin ich so dankbar meinen Bauch wachsen zu sehen und abends im Bett zu liegen und nicht schlafen zu können, weil da einer in meinem Bauch turnt…ein kostbarer kleiner Mensch, den ich in ein paar Monaten kennenlernen und im Arm halten darf! Wow! Das habe ich nicht verdient, es wird mir einfach geschenkt.

Ich hoffe, dass ich dieses Gefühl niemals vergesse und mein Kind sein Leben lang als kostbares Geschenk betrachten kann.

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(c) Marika Krouzek (danke:-))
Dankbar

Meine Homepage

Es ist ruhig geworden um diesen Blog in der letzten Zeit.

Das liegt ein wenig am Sommer und der daraus resultierenden Trägheit und Verreisensdichte (Wortschöpfung: Anna Koppri. Bitte zu Protokoll). Zum anderen liegt es daran, dass ich das Geheimnis der jüngst sich ereignenden und mich beschäftigenden Geschehnisse noch nicht lüften möchte.

Was ich jedoch sehr wohl lüften möchte, ist, dass ich jetzt eine eigene Homepage habe, auf der man sich u.a. über meine Buchlesungen informieren kann. Für diese laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren und ich bin schon ganz aufgeregt, dass ich sogar auf die Frankfurter Buchmesse eingeladen wurde… Ich würde mich freuen, den ein oder anderen von euch hier oder dort zu treffen.

Seht selbst: http://www.annakoppri.de

Vielen Dank an meinen talentierten Bruder und seine wunderbare Frau für die Gestaltung der Homepage. Wer auch so ein Schmuckstück haben möchte, sollte sich ranhalten, so lange die beiden noch zu Spottpreisen arbeiten. Den Kontakt findet ihr hier: http://jacobandthelion.com

 

 

 

Meine Homepage

Mein erstes Buch ist erschienen!

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Liebe Freunde,

feierlich teile ich mit, dass mein erstes Buch gestern, klammheimlich ohne mir Bescheid zu geben, erschienen ist. Ich freue mich und lasse euch gern ein wenig an den Freuden und Leiden des Schriftstellerdaseins teilhaben.

Als Kind habe ich mir in jeden Ferien vorgenommen ein Buch zu schreiben…dann war aber doch das Wetter zu schön oder die französischen Jungs auf dem Campingplatz… Dass es dennoch eines Tages klappen würde mit dem Buch, hätte ich mir damals nicht träumen lassen.

Pranitha habe ich auf dem Willow Creek Kongress 2014 kennengelernt und mich spontan in sie „verliebt“. Was für eine taffe, zierliche Powerfrau mit einer leidenschaftlichen Hingabe für Gott und einem Mut, der seinesgleichen sucht! Als ich ein paar Monate später vom Verlag gefragt wurde, ob ich eine Biografie über sie schreiben möchte, dachte ich, ich träume: „Ich, ein Buch schreiben und dazu noch Interviews auf Englisch führen, dass können doch andere Leute besser!“ Der Verlag blieb trotz meiner Zweifel hartnäckig und sogar Pranitha sagte mir schließlich zu, was einem Wunder gleichkommt. Ich kenne niemanden, der so beschäftigt ist wie sie und sie hatte auch schon mehrere Anfragen aus den USA abgewehrt.

Also gut – dachte ich mir – dann zeig mal, was du drauf hast, Gott!  Und das hat er. Zusammen haben wir die nächsten neun Monate geschrieben, sind nach Indien geflogen, haben die indische Mentalität kennengelernt (naja, Gott kannte die wohl schon) und durch all die Höhen und Tiefen des Schriftstelleralltags gegangen. Mich plagten Selbstzweifel, weil es doch so viele Bücher gibt, die viel toller geschrieben sind und ich wartete nicht nur einmal nervös zum verabredeten Zeitpunkt zum skypen vor dem Computer (da ist dann das indische Stromnetz mal wieder zusammengebrochen oder Pranitha hatte spontan Wichtigeres zu tun). Dafür durfte ich einen Menschen kennenlernen, der sich bedingungslos für andere hingibt ohne sich dabei selbst zu verlieren. Eine Frau, die so nah an Jesu Herz ist, wie keine zweite, die ich kenne. Eine Frau, die aus dem Mist ihres Lebens Gold zu machen weiß und niemals aufgeben wird, im Kampf für die Würde jedes einzelnen Menschen. Ich fühle mich tief beschenkt und wenn dich dieses Buch auch nur einen Bruchteil so sehr berührt und verändert, wie mich das Schreiben berührt und verändert hat, dann hat sich die Mühe gelohnt!

Bestellen kannst du es hier: Liebe ohne Grenzen

 

 

Mein erstes Buch ist erschienen!