Kriege sind halt kacke

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Hier kommt die versprochene Buchrezi:
Priscilla schreibt wie wohl viele von uns sprechen würden, wenn wir unsere Sprache nicht durch einen Höflichkeits- und Angemessenheits-Trichter zwängen würden: ehrlich, derb, direkt aber nicht geschmacklos.
Sie zeichnet vier sehr realistische Charaktere, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Dennoch machen sie sich gemeinsam auf eine Reise, um der tristen Weltuntergangsstimmung in Deutschland zu entfliehen. Was sie auf ihrer Fahrt in einem alten Sanitätswagen erleben kann man wohl als Gruppentherapie bezeichnen. Jeder von ihnen wird von den anderen schonungslos mit seinen Schwächen und Baustellen im Leben konfrontiert, setzt sich dem Schmerz aus ohne den Veränderung nicht möglich ist, kommt an seine Grenzen und schließlich geläutert zurück. Nebenbei lässt Priscilla hier oder da eine kleine „Bombe platzen“, was derzeit relevante politische und gesellschaftliche Themen angeht. Deshalb ist dieses Buch mehr als Unterhaltung. Es fordert den Leser heraus, selbst Stellung zu beziehen, im eigenen Leben aufzuräumen und vielleicht das ein oder andere Vorurteilchen über Bord zu werfen. Denn so schräg ein Mensch auch wirken mag, letztlich sind wir alle gleich, haben unsere Päckchen zu tragen und teilen die Verantwortung diese Welt zu einem lebenswerten Ort zu machen.
Kriege sind halt kacke

Eine Frau, die es sich lohnt kennenzulernen

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Ich lese gerade „KRIEGE SIND HALT KACKE“ von Priscilla Bucher. Eine tolle Powerfrau mit viel Tiefgang. Es lohnt sich, sie kennenzulernen, z.B. in diesem spannenden Gespräch:

https://www.erf.de/radio/erf-plus/mediathek/calando/blickwuerdig/1127-3529

Oder hier auf Facebook: https://www.facebook.com/blickwuerdig/?fref=ts

Oder auf ihrer Künstlerseite: http://www.buchermedia.de

Buchrezi folgt.

 

 

Eine Frau, die es sich lohnt kennenzulernen

Mein Wunder ist da

Lang habe ich gewartet mit diesem Post und auch jetzt fällt es mir schwer, in Worte zu fassen, was ich gerade erleben. Ein perfekter kleiner Mensch ist in mein Leben getreten und seither geblieben…fünf Fingerchen an jeder Hand, fünf Zehen an jedem Füßchen – die Hebammen haben tatsächlich nachgezählt.

Ich bin dankbar und ehrfürchtig die Aufgabe inne zu haben, diesen kleinen Menschen lieb zuhaben und zu umsorgen…der schönste Job, den ich mir vorstellen kann. Langsam und mit reichlicher Verzögerung hat er sich den Weg in diese Welt gebahnt. Ein paar Wochen hat er gebraucht, um richtig anzukommen und zu akzeptieren, die absolute Geborgenheit des Mutterleibes für immer verlassen zu haben. Lange hatte ich den Eindruck, er schaue durch alles hindurch, versuche zurück in die Welt zu gelangen, aus der er kam. Doch jetzt ist er da und wach und will Anteil haben, an unserer Welt…er schaut mich an und lacht und weint und saugt mit seinen Augen und Ohren auf, was er bekommen kann. Was für eine Verantwortung: Ich muss entscheiden, was ich ihn hören, sehen, riechen oder schmecken lasse…denn das wird ihn nachhaltig prägen, sein Bild von der Welt formen.

Um Liebe muss ich mich nicht bemühen, denn sie überwältigt mich. Es reicht, dieses kleine Leben zu betrachten, seinen Schlaf zu bewachen, seine zarte Haut zu berühren. Ein Wunder! Ach, könnte ich doch mit derselben Selbstverständlichkeit alle Lebewesen mit liebenden Augen betrachten, ihnen Gutes wollen, sie achten und beschützen…Gott in ihnen finden und von ihnen lernen.

Mein Wunder ist da

Heilige Zeit

Lange war es ruhig um diesen Blog, was wohl an äußerem Trubel lag…jetzt wird es langsam ruhig in mir – ein heiliger Zustand. Meine To-Do-Liste ist abgearbeitet und in wenigen Tagen ist der Geburtstermin unseres ersten Sohnes. Wow, ich darf einfach nur sein, Verbindung mit ihm aufnehmen, mich auf ihn freuen …

Wann gibt es schon mal so eine Zeit im Leben? Der Übergang vom bloßen Frau-Sein zum Mutter-Sein. Ich rudere über einen See und wenn ich am anderen Ufer angekommen bin, kann ich nicht mehr zurück…dann bin und bleibe ich Mutter, mit allem was dazugehört.

Ich freue mich sehr darauf und wünsche mir, jeden Tag mit Dankbarkeit erfüllt zu sein…egal was kommt.

Hier noch eine wunderbare, inspirierende, zum Thema passende Sendung „Tiefsehtauchen“ von Jens Böttcher mit Patricia Kelly:

 

 

Heilige Zeit

TimTom Guerilla

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Mal wieder  eine Buchrezi. Und zwar vom Roman vom Hossa-Talk-Gofi:

„Hm, Punkrock, Roadtrip…und das über fast 700 Seiten?“ Zuerst war ich skeptisch, doch TimTom Guerilla hat mich nach kürzester Zeit in seinen Bann gezogen und mir seine Protagonisten ans Herz wachsen lassen. Das sind vier ganz normale, vom Leben gezeichnete und auf den ersten Blick etwas ungehobelte junge Männer, die der Traum verbindet, von ihrer Musik zu leben. Der Autor beschreibt sie mit einer feinfühligen Beobachtungsgabe, sodass man gar nicht umhin kann, mit ihnen um ihren Ruhm, ihre Liebsten und ihre Freundschaft zu bangen. In rasantem Tempo, mit viel Witz und Selbstironie zeichnet Müller die Szenerie aus Sicht des Bandleaders TimTom. Als Leser begibt man sich mit auf Tour, ins Aufnahmestudio und an all die kleinen und großen Nebenschauplätze des Lebens. Dabei wird ganz nebenbei mit einigen Klischees des Musikerdaseins und Tour-Lebens aufgeräumt. Aus der Sicht von anderes Denkenden wird auch so manch schrullige Christen-Allüre beleuchtet, die vielen sich so Bezeichnenden nicht unbekannt sein sollte. Müller gelingt es, den Leser auf jeder einzelnen Seite bei Laune zu halten, sodass man am Ende gern Band 2 kaufen würde…

TimTom Guerilla