Regen nicht

Regen tröpfelt verhalten ans Fenster, als wäre er nicht sicher um diese Zeit noch stören zu dürfen. Nein, dich möchte ich nicht! Du sollst dich verwandeln, tausendfach Blumen an mein Fenster zeichnen, wie betrunken zu Boden taumeln und dich dort auf ein weiches Bett fallen lassen. Ich brauche dich, um Kinderaugen zum strahlen und Schlitten…

Mein bestes Weihnachten ever

Als kleines Mädchen habe ich wochenlang auf Weihnachten hingefiebert, konnte es morgens kaum erwarten aus dem Bett zu kriechen, um endlich das Türchen vom Adventskalender zu öffnen, im Schlafanzug mit nackten Füßen, frierend. Mit jedem kleinen Geschenk weniger rückte der große Tag und damit auch die großen Geschenke ein wenig näher. Ich erinnere mich an…

Lasst mich…

Lasst mich doch einfach alle in Ruhe, mir ist kalt, ich will nachhause, mich in meiner kleinen heilen Idylle verbarrikadieren und die Augen vor dem ganzen Elend dieser Welt verschließen. Ich kann das nicht. Das ist mir zu viel. Warum kümmert sich denn hier keiner um diese himmelschreiende Bedürftigkeit? Du hälst mir dein verstümmeltes Bein…

Sanfter Blick

:: Unbezahlte Werbung Nach bis an den Rand gefüllten Tagen endlich ein paar Stunden eine leere Wohnung, nur für mich allein! Anstatt mich den Aufgaben zuzuwenden, die schon so lange in meinen Ohren quengeln, halte ich inne… Den Sessel gen Fenster gewendet blicke ich in den trüben Dezemberhimmel, lese ein paar Zeilen (Herztöne von Martin…

Von Marsmännlein und Superkräften

Vor nun fast schon zwei Jahren kam ein kleiner Junge von einem fremden Planeten zu uns und blieb. Diesen Planeten würde ich gern einmal bereisen, denn der kleine Mann hat von früh bis spät gute Laune (auch mit 39,7 Fieber), ist gesellig, extrovertiert, liebevoll und sozial. Ich weiß nicht womit wir diesen Zauberjungen verdient haben,…

Hoffnung

Wir verweilen nur einen Augenaufschlag hier auf Erden und sind doch Ewigkeitswesen. So verschieden, sind wir doch eins und jede/r nur ein kleines Atome der großen Idee. Wenn ein Körperteil krankt, krankt der ganze Leib. Offene Wunden voll Dreck und Eiter klaffen, notdürftig verborgen, während das Gesicht mit Farbe bemalt ist. Ist denn ein Teil…

Wehmut und Hoffnung

Ich blicke auf die tänzelnden Wellen meines Lieblingssees. Der Himmel ist grau verhangen, das Wasser kühl, anstatt eines Bikinis trage ich Pullover und Wollsocken. In meiner Brust pocht ein dumpfes Gefühl – Wehmut. Ich unterdrücke das Bedürfnis laut zu schreien: „Neeeiiinnn! Geh nicht! Bleib noch ein bisschen, wenigstens ein oder zwei Monate! Du Sommer meines…

Berlin, ik liabe dia!

Ich sitze auf der Anhöhe im Mauerpark, wie vor zehn Jahren schon. Es ist heiss. Außer mir gibt es nur zwei sich sonnende Studentinnen, ein Pärchen, das im Schatten rastet und ein paar träge Spaziergänger, die sich über den staubigen Weg schleppen. Alle anderen sind an den Strand geflohen, um mit ihren Kindern Sandburgen zu bauen…

Fragen zum Sonntag

Wann, wo, mit wem, bei was fühlst du dich… …lebendig? …am meisten bei dir selbst?    

Worte zum Sonntag

Mir ist gerade bewusst geworden, dass wir nur dieses eine Leben auf DIESER Erde haben. Also, lasst es uns feiern und aufeinander Acht geben solange wir noch im Spiel sind – allein schon, weil der andere auch Mensch ist.